
Abert, Christian
Bürgermeister
Im Herzen von Kolbingen entsteht ein innovatives Pflege- und Gesundheitszentrum, das die Lebensqualität unserer Gemeindebewohner maßgeblich steigern wird. Diese zentrale Einrichtung kombiniert ärztliche Versorgung, seniorengerechte Wohnungen und eine Pflegegruppe, um einen umfassenden Lebensraum für den Lebensabend zu schaffen.
Die ärztliche Versorgung wird durch das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Heuberg sichergestellt, dessen Hauptstandort in Bubsheim liegt. In enger Zusammenarbeit mit dem MVZ entstehen moderne Praxisräume im Erdgeschoss des neuen Zentrums, direkt neben der Pflegegruppe, die Platz für acht Pflegeeinheiten bietet.
Im Obergeschoss werden acht seniorengerechte Wohnungen gebaut, die Größen von 58 m² bis 90 m² haben. Sie sind speziell auf die Bedürfnisse älterer Bürger ausgerichtet und ermöglichen ein selbstbestimmtes, komfortables Wohnen im Alter.
Das geplante Pflege- und Gesundheitszentrum Kolbingen ist ein zentrales Zukunftsprojekt der Gemeinde. In der Sitzung am 23. Juni 2025 hat der Gemeinderat mehrere wichtige Beschlüsse gefasst, um die nächsten Schritte einzuleiten. Ziel des Projekts ist es, eine wohnortnahe medizinische und pflegerische Versorgung sicherzustellen und dem demografischen Wandel aktiv zu begegnen.
Das neue Gebäude soll Raum bieten für Pflegedienstleister, eine Arztpraxis, barrierefreie Wohnmöglichkeiten für ältere Menschen sowie Gemeinschaftsbereiche. Damit soll den Bedürfnissen der älteren Bevölkerung Rechnung getragen und zugleich die Lebensqualität im Ort langfristig gestärkt werden.
Im Gemeinderat wurde das weitere Vorgehen ausführlich beraten. Die Vergabe der Bauleistungen soll in einem zweistufigen Verfahren erfolgen – über eine beschränkte Ausschreibung mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine gezielte Auswahl qualifizierter Anbieter und wird derzeit gemeinsam mit dem Architekten Herrn Krämer und der Kanzlei Iuscomm vorbereitet.
Die Gesamtinvestition beträgt rund 6,5 Mio. Euro brutto. Angesichts der aktuellen Zinslage ist eine solide Finanzierung nur mit externer Förderung möglich. Deshalb prüft die Verwaltung verschiedene Förderprogramme, u. a. das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR), Programme des Sozialministeriums sowie Mittel der KfW. Der Umfang und Erfolg dieser Förderungen wird maßgeblichen Einfluss auf die Realisierung und den zeitlichen Ablauf haben.
Auch der Bauantrag wird nun finalisiert. Eine Änderung des Bebauungsplans kann dank geplanter Befreiungen nach § 31 BauGB voraussichtlich vermieden werden. Die Baurechtsbehörde hat sich hierzu bereits positiv geäußert.
Zudem wurden erste Gespräche mit potenziellen Mietpartnern geführt – unter anderem mit dem Gesundheitszentrum Heuberg und einem regionalen Pflegedienstleister. Ziel ist es, langfristige Nutzungen frühzeitig zu sichern. Die Verwaltung wurde beauftragt, entsprechende Absichtserklärungen vorzubereiten und dem Gemeinderat zur weiteren Beratung vorzulegen.

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